Gebet wirkt Wunder

 

 

Die Arbeit im Chrischtehüsli ist sehr abwechslungsreich. Kein Tag ist wie der andere. Zusammen mit Diego leite ich jeweils donnerstags das Chrischtehüsli Plus, wo freiwillig Interessierte mehr über den Glauben erfahren können. Einmal kam eine Brasilianerin zu uns, die schon ihr Leben lang in eine Kirche geht. Nachdem wir ihr das Evangelium erklärt und mit ihr gebetet hatten, sagte sie: „Erst jetzt habe ich verstanden, dass Jesus mich liebt und dass ich ewig bei IHM sein werde.“

Auf unseren Gassenrunden begegnen wir verschiedensten Menschen.Es ist immer etwas los. Wir gingen einst eine Frau besuchen, die sich gerade völlig zugedröhnt hatte und allgemein miserabel aussah. Nach einem langen Gespräch durften wir mit ihr beten. Dabei brach sie in Tränen aus. Sie bedankte sich herzlich. Ihr Blick war viel klarer geworden. Das Gebet ist eine sehr kraftvolle Waffe. Manchmal merkt man richtig, wie die Gegenwart Gottes den Raum erfüllt und sich etwas tut. Das habe ich schon einige Male erlebt. Andererseits kam es auch schon vor, dass sich bei Leuten unsaubere Geister manifestierten, die uns verfluchten, nachdem wir angefangen hatten zu beten.

So ist jeder Einsatz immer wieder ein Abenteuer. Die Zerbrochenheit der Menschen zu sehen, macht mich immer wieder sehr traurig und gleichzeitig demütig. Andererseits motiviert es mich umso mehr, für das Gute einzutreten und den Menschen von der Hoffnung auf das wahre Leben durch Jesus zu erzählen. Vor kurzem erklärte ich am Essenstisch jemandem das Evangelium mit einer Illustration auf einer Serviette. Als wäre es ein Schatz packte er die Serviette ein, bedankte sich mit leuchtenden Augen und ging davon. Für solche Momente lebe ich. Ich bin dankbar, Teil dieses Teams zu sein und mit ihnen zusammen all dies erleben zu können.

Timothée D., Praktikant

Anlauf- und Beratungsstelle Chrischtehüsli

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