unser AUFTRAG

Im Chrischtehüsli finden randständige Menschen spontane und unbürokratische Beratung. Drogensüchtige Menschen erhalten Hilfe zum Entzug und zum Ausstieg aus der Sucht sowie aus dem Milieu. Migranten werden auf dem Weg zur Integration in die Schweiz beraten und begleitet.​ Flüchtlinge sind willkommen und erhalten gratis Deutschunterricht.

 

Zentral bei der Drogenarbeit ist die Beziehungsarbeit. Drogensüchtige Menschen sind oft einsam und werden von der sogenannt „normalen“ Gesellschaft gemieden. Unsere Motivation, uns den Nöten der randständigen Menschen anzunehmen, beruht auf der frohmachenden Botschaft Jesu Christi. Wir wissen um die uneingeschränkte Annahme Gottes, der uns seinen einzigen Sohn, Jesus Christus zu unserer Versöhnung mit dem Vater im Himmel gesandt hat. Bei Jesus ist keiner ein hoffnungsloser Fall, sondern ein Liebesgedanke Gottes. Das Licht kommt in die Finsternis. Bei Gott gibt es kein Ansehen der Person: Jeder ist gleich viel wert, ob er stinkt oder fein geputzt daher kommt. So arbeiten und leben wir im Chrischtehüsli mit eben diesen Menschen. Wenn jemand offen dafür ist, begleiten wir ihn ein Stück auf seinem Lebensweg. Wir unterstützen ihn auf seinem Weg in ein suchtfreies Leben. Wir lachen zusammen, spielen miteinander und diskutieren über alle möglichen Themen und feiern manchmal auch den Geburtstag eines unserer Gäste, oder helfen einem anderen die Wohnung zu putzen.

 

Nächstenliebe

 

HEISST FÜR UNS:

 

Zuerst sich selbst wertschätzen und annehmen, wie man geschaffen ist.

 

Aus dem Vollem schöpfen, was an Freude, Friede und Gerechtigkeit überfliesst, erreicht den anderen, auch der Trost, die Tatsache der Begnadigung.

 

Den anderen wahrnehmen in seiner Andersartigkeit.

 

Wertschätzung und Respekt, auch wenn das Gegenüber mit Ablehnung reagiert.

 

Auf den Nächsten zugehen und ein offenes Herz haben für dessen Bedürfnisse.

 

Dem Nächsten zuhöhren können: Was teilt er mir tatsächlich mit?

 

Ehrlich zu sich und dem anderen sein und sich abgrenzen können, mit der Haltung: ich bin, der ich bin, du bist, der du bist.

ihr seid irgendwie 

 

ANDERS

 

Jeder Mensch ist in die Gesamtheit der Schöpfung eingeschlossen. Er hat eine eigene Würde und eigene Rechte, aber auch eine Verantwortung für die Gemeinschaft! Diese Verantwortung verstehen und darin richtig denken und handeln zu lernen braucht Zeit, gute Vorbilder und den Willen dazu. Ist nicht Gott der Schöpfer allen Lebens? Er meint es gut mit uns. Dazu ist Jesus Christus wie wir Mensch geworden. Dass wir die Liebe des Vaters im Himmel verstehen und anfassen können.Wer an Jesus Christus glaubt, hat das ewige Leben, kann wieder zu Hause sein beim Vater im Himmel. Durch die Gemeinschaft mit gläubigen Christen erfährt der andere diese Annahme. Langsam beginnt auch der zu begreifen, dass er gewollt ist, der jahrelang von Ablehnung und Verachtung gekennzeichnet wurde.

wirtschaftliche und politische Veränderungen- 

 

EINE HERAUSFORDERUNG für ALLE

 

Seit 2012 werden wir in der Stadt Zürich, (wie in anderen Städten der Schweiz), von einer grossen Gruppe arbeitssuchender Ausländer aus Osteuropa (Rumänien, Ungarn, Bulgarien und Polen) und aus Spanien besucht. Viele Spanier sind ursprünglich von Südamerika eingereist, als in ihren Ländern die Konjunktur zusammenbrach. Damals ging es Spanien gut und sie suchten Arbeitskräfte. Nun hat sich leider die Lage geändert und so sind sie weitergezogen und bei uns gelandet. Manche kommen auch aus Italien. Oft haben sie Familie und lassen diese zurück. Sie sind wegen der Wirtschaftskrise in diesen Ländern in grosser Not. Sie brauchen das Nötigste, Hilfe im Umgang mit den Behörden und bei der Stellensuche. Viele von ihnen sind obdachlos. Wir haben uns entschlossen, uns auch dieser Not zu stellen. Wir übersetzen ihren Lebenslauf, beraten sie und suchen im Internet nach möglichen Arbeitsplätzen und teilen Kleider aus. Manchen konnten wir einen Wohnort vermitteln.

Sei Sommer 2014 besuchen uns vermehrt Kriegsflüchtlinge aus Syrien, Irak, Afghanistan und seit 2017 auch aus der Türkei. In unserem Lokal CHAI sind auch sie willkommen und erleben Gemeinschaft und Annahme. Um ihnen den Zugang zu unseren gratis Deutschkursen zu ermöglichen, kaufen wir ihnen Monatsabonnement für den öffentlichen Verkehr. Dies ermöglicht ihnen auch ein wenig Freiheit und Distanz zu den engen Wohnverhältnissen in den Asylheimen. 

Seit Sommer 2015 sind Beratungen in den Auffganzentren für Flüchtlinge mit Übersetzungsdiensten durch Emmanuel Parveresh, Leiter vom Chrischtehüsli, dazugekommen.

Wir werden mit vielen dramatischen Schicksalen konfrontiert.  

 SCHÖN UND   

                     ZEITAUFWENDIG 

       ZUGLEICH

 

Das ist eine schöne aber zeitaufwendige Arbeit, die wir nur Dank freiwilligen Mitarbeitern bewältigen können. Viele Ausländer, die bei uns Hilfe suchen, sind gute, fleissige Leute, die wirklich arbeiten wollen. Neu bieten wir einen gratis Deutschkurs an, welcher gut besucht wird und sehr beliebt ist. Da immer wieder neue Leute dazu stossen, haben wir uns entschlossen drei Kurse anzubieten: einen für Anfänger und zwei für Fortgeschrittene. Unsere Ausländer sind sehr dankbare Gäste. Sie freuen sich auch, dass sie im CHAI Gemeinschaft erleben können, zum einen mit Leuten aus ihrem Kulturkreis, die wie sie hier ihr Leben neu gestalten müssen, und zum anderen mit uns Schweizern, samt unseren drogensüchtigen Gästen. Schön ist es zu hören, wenn jemand von ihnen wirklich eine Arbeitsstelle gefunden hat, was immer wieder vorkommt.

Wir PLATZEN aus allen Nähten

 

Um die Mittagszeit platzt unser Lokal aus allen Nähten. Der Grund liegt sicher am warmen Mittagessen, welches wir mit allen unseren hilfesuchenden Gästen geniessen. Dank der Schweizertafel und gespendeten Lebensmittel v.a. von einem Restaurant haben wir immer genug zu kochen und erhalten sogar immer wieder ein Lob für das schmackhafte Essen. Manchmal hilft auch jemand unserer Gäste beim Abwasch mit.Statistisch gesehen haben sich die Gäste, welche unser Lokal besuchen, über die letzten Jahre vervielfacht. Waren es im Juni 2010 nur 58 Personen, im Juni 2011 145 Personen und im Juni 2012 339 Personen, so waren es im Juni 2013 bereits 951 Personen. Unsere Arbeit samt unserem Team ist entsprechend gewachsen. Für alle finanzielle und materielle Versorgung z.B. in Form von Esswaren sind wir unserem Guten Hirten von Herzen dankbar, auch dass ER unser Team immer wieder mit neuen, hoch motivierten Mitarbeitern, freiwilligen Helfer, Praktikanten und Zivildienstleistenden ergänzt. Dem Herrn Jesus gebührt aller Lobpreis und Ehre.

Dreimal im JAHR erscheint

                    unser Rundbrief: die

      CHRISCHTEHÜSLI-POSCHT

 

Darin lesen sie die Berichte unserer aktuellen Mitarbeiter über unsere Gassenarbeit in der Stadt Zürich und interkantonal. Der Abonnementpreis beträgt 10.- Fr. Wenn Sie sich für die Zustellung der Chrischtehüsli-Poscht interessieren, melden Sie sich mit einem E-Mail an: info@chrischtehuesli.ch!

erster

 

KORINTHER 3.11

 

Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus.“

Anlauf- und Beratungsstelle Chrischtehüsli